Montag, 30. Mai 2016

Buchthema Juni

Was lange währt, wird endlich gut: heute gibt es das neue Buch-Thema für den Juni!
Es lautet "Lies ein Self-Publishing Buch"


Caro liest

Viel Vergnügen!

Dienstag, 5. April 2016

Abschluss Buchthema Januar - Februar - März

Bedingt durch Ostern und Ferien kommt heute erst das Abschlussposting für das Buchthema Januar - März. 
Es lautete "Lies ein Buch, das mehr als 500 Seiten hat"

Na, welche Schmöker habt ihr durchgelesen?

Bitte tragt euch in die Liste ein und vergesst nicht, euer gelesenes Buch hinter eurem Namen in Klammern zu setzen.


Sonntag, 6. März 2016

Das Haupt der Welt

Eine Freundin erzählte mir kurz vor Weihnachten, dass sie großer Gablé Fan sei und so entschied ich mich, ohne lange zu recherchieren, für "Das Haupt der Welt". Früher habe ich oft historische Romane gelesen. Schuld war meine Geschilehrerin, die meine Klassenkameradinnen und mich nötigte "Désirée" zu lesen. Kennt Ihr Désirée? Napoleons Geliebte? Wir sollten den Roman im Rahmen der französischen Revolution lesen. So war meine Gehschilehrerin. Hoffnungslos romantisch!

Das Haupt der Welt | Rebecca Gablé | waseigenes.com | Die lesende Minderheit



Zurück zum Gablé Roman. Toll! Einfach toll! Er erzählt die Geschichte rund um König Otto I. (an den ich mich eigentlich erinnern müßte- Hallo Geschi LK! - es aber nicht tue) und dem slawischen Fürstensohn Tugomir (von dem ich wirklich noch nie was gehört habe! Oder doch?). Es ist deutsche Geschichte. Vergessene deutsche Geschichte- zumindest für mich- die mit diesem Roman wieder lebendig wird.

Während der Lesens griff ich immer mal wieder zum Handy und googelte Burgen, Schlachten und Namen und war verblüfft, wie genau Gablé manche Ereignisse wieder gibt, sie aber wunderbar spannend erzählt. Kein Vergleich zu trockenem Geschichtsunterricht in der Schule!

Natürlich hat die Autorin in die historischen Fakten fiktive Handlungsstränge einfliessen lassen - oder umgekehrt- in ihrer fiktiven, sehr unterhaltsamen Geschichte finden sich ein Haufen historisch begelegter Ereignisse. Es geht um die Christianisierung, den nicht enden wollenden Kampf zwischen Slawen und Sachsen, Intrigen und Machtspielchen deutscher Fürsten. Tugomir, der eine Hauptrolle spielt und Ottos Geisel ist, erlebt die Ereignisse am Hof hautnah und bietet dem Leser eine interessante Perspektive.

Der Roman ist sehr bildhaft, unterhaltend und spannend geschrieben und ich brenne bereits darauf ein weiteres Buch von der Rebecca Gablé zu lesen.

Liebe Grüße, Bine

Montag, 22. Februar 2016

"Raum" von Emma Donoghue

"Raum" von Emma Donoghue ist ein Buch das einen noch lange, nachdem man es gelesen hat, nicht loslässt. Ich merke immer wieder, wie sich die Geschichte von Jack und seiner Mutter in meine Gedanken stiehlt. Sie macht einem Angst, sie tröstet, sie stösst einen ab und doch ist man am Ende versöhnt.
Jack wird 5 Jahre alt. Seine Mutter backt mit ihm einen Kuchen, er darf an diesem Tag bestimmen, was sie spielen und was er im Fernsehen gucken will. Jack ist glücklich. Alles, was er braucht, hat er um sich: seine Mutter, etwas zu essen, ein Bett, seine 5 Bücher. Sie basteln und spielen den ganzen Tag. Doch alles, was Jack je erlebt hat, findet in Raum statt. Dort ist er geboren, niemals hat er Raum verlassen, nie die Sonne gesehen oder andere Kinder, nie mit jemand anderem gesprochen als mit seiner Mutter oder Dora aus dem Fernsehen. Er ist noch nie gerutscht und war noch nie einkaufen. Denn als seine Mutter 19 war und noch Studentin, wurde sie gekidnappt und seitdem gefangen gehalten. 

Das gesamte Buch ist aus der Sicht von Jack geschrieben und gerade das macht es so besonders. Es ist schrecklich und gleichzeitig schön zu lesen, wie er und seine Mutter sich in einer perfekten Symbiose befinden, wie er die Dinge, die für ihn normal sind, weil er es anders nicht kennt, anfängt zu hinterfragen und seine Mutter ihm nach und nach die Wahrheit erzählen muss, ihn nicht mehr schützen kann. Das Buch hallt noch lange nach und beschäftigt einen, gerade wenn man selber Kinder hat.

Es gibt auch einen Film, aber ich glaube nicht, dass ich den sehen kann.