Dienstag, 30. Juni 2015

Abschluß Buchthema April - Mai - Juni

 Das zweite Buchthema des Jahres  findet heute seinen Abschluß.
Es lautete "Lies eine Fortsetzung".
Bitte tragt euch in die Liste ein und vergesst nicht, euer gelesenes Buch hinter eurem Namen in Klammern zu setzen.

Morgen kommt das neue Thema für die nächsten drei Monate!

Freitag, 5. Juni 2015

Buchempfehlung: "Altes Land" von Dörte Hansen

Gestern in einem Rutsch durchgelesen: 
"Altes Land" von Dörte Hansen
Vera Eckhoff lebt im Alten Land, einem für seine Obstbäume weit über die Grenzen Hamburg bekanntem Landabschnitt der Elbmarsch. Doch richtig angekommen, geschweige denn anerkannt wurde sie von der Dorfgemeinde nie, denn vor über sechzig Jahren kam sie auf der Flucht aus Preußen mit ihrer Mutter, der starrköpfigen Hildegard von Kamcke, auf den Hof der Bäuerin Ida Eckhoff und blieb. Auch nachdem ihre Mutter diesem ganzen für sie unter aller Würde erscheinenden Landleben den Rücken zugewandt hatte und ins feine Blankenese gezogen war. Eines Tages steht ihre Enkelin Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon vor der Tür, so wie sie damals mit ihrer Mutter, geflohen nach ihrer gescheiterten Beziehung und genauso verloren und entwurzelt wie sie damals...

Ein wunderschönes Buch. 
Erzählt wird jede Geschichte, die sich ergibt: die von Vera und ihrer Mutter, von Ida, die ihren Sohn gebrochen aus der Kriegsgefangenschaft zurück bekommt. Von den Nachbarskindern, die unter dem betrunkenen Vater leiden und ihren jetzigen eigenen Kindern, die sich entscheiden müssen zwischen "Bleiben oder Gehen". Die ihre Höfe plötzlich umlagert sehen von Touristen und Aussteigern, die im Alten Land ihr Glück in Biohöfen und hausgemachten Marmeladen suchen und doch nie dazu gehören werden. Von Anne und  Leon, die sich nach ihrer Flucht aus Ottensen mit seinen Vollwertmüttern auf einmal im Dorfkindergarten wiederfinden, wo es keine Eingewöhnungszeit gibt, weil man das eben schon immer so macht. Man möchte viel mehr über alle erfahren, noch mehr Geschichten hören von damals, die das Haus nachts flüstert, wenn alle schlafen und jede Person noch besser kennen lernen. Und das ist auch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch: es ist einfach zu kurz! Und doch reichen die knapp 300 Seiten, um sich hineinversetzt zu fühlen in das Leben der Bauern damals, die Flucht der Mutter aus Masuren, die Zerrissenheit von Anne und die ständige Schlaflosigkeit von Vera, weil nachts die Gespenster kommen, die schon immer im Haus gelebt haben.

Donnerstag, 30. April 2015

Gute Geister.

Wir schreiben das Jahr 1962 in Jackson, Mississippi. Eine Zeit, in der schwarze Dienstmädchen bei weißen Familien arbeiten, sich um deren Kinder kümmern, die Wäsche waschen, kochen, putzen, ein eigenes Toilettenhäuschen im Hinterhof haben und kühle Getränke zum Bridge servieren.





Eines dieser Dienstmädchen ist die 52-jährige Aibeleen. Mit ihr startet der Leser in die Geschichte. Sie arbeitet bei den Leefolts und kümmert sich da um die kleine Mae Mobley, für die Miss Leefolt wirklich keine Zeit hat. Sie muss sich schliesslich um neue Gardinen, Mode und ihre Freundinnen kümmern. Aibeleens beste Freundin und Kollegin ist Minni. Sie hat ein ziemlich loses Mundwerk, wird gefeuert und arbeitet fortan bei der etwas durchgeknallten Celia. Die beiden Dienstmädchen tauschen sich über ihre Arbeitgeber aus, treffen sich sonntags in der Kirche und unterstützen sich seelisch und moralisch durch den Alltag.

Auf der anderen Seite steht Eugenia Phelan, genannt Skeeter, weil sie so groß und schlaksig ist. Skeeter verkehrt in der Welt der weißen Damen, trifft sich mit ihnen zum Kartenspielen, unterstützt den Wohltätigkeitsball. Ihrer Mama ist nur daran gelegen, dass sie endlich einen Mann findet, was nicht so einfach ist, denn Skeeter ist nicht besonders attraktiv. Dafür ist sie schlau! Skeeter will unabhängig sein, sie will schreiben. Sie sieht die schwarzen Dienstmädchen mit anderen Augen, als ihre Freundinnen. Sie sieht die Ungerechtigkeiten, die sie erfahren müssen und sie möchte dies publik machen. 

Zusammen mit Aibeleen heckt sie einen Plan aus: Skeeter möchte ein Buch mit Interviews von Dienstmädchen in Jackson schreiben. Es beginnt ein nervenaufreibendes Spiel, denn Skeeter und die Dienstmädchen befinden sich in höchster Gefahr. 

Ob ihr Plan aufgeht, ob sie genügend Dienstmädchen finden, die den Mumm haben, die Wahrheit zu Papier zu bringen ... das wird nicht verraten.

Nur so viel: dieser Roman ist einfach wundervoll! Kathryn Stockett beschreibt mit einfachen Sätzen und ohne erhobenen Zeigefinger, eindringlich, tragisch und humorvoll zugleich die Rassenschranken der 60er Jahre. Absolute Leseempfehlung!





Mittwoch, 22. April 2015

Das Herz der Nacht.

Ich habe schon bestimmt 10 Judith Lennox Büchern gelesen. Eines nach dem anderen habe ich verschlungen und war immer begeistert. Als ich neulich auf der Suche nach neuem Lesestoff war, suchte ich mir Das Herz der Nacht aus. Ich muss ehrlicherweise gestehen, es hat mich nicht so sehr gefangen, wie Der Strand von Deauville, Tildas Geheimnis oder Das Erbe des Vaters.

Nichtsdestotrotz sind die Lennox Bücher schöne Schmöker, die meist zwischen den Weltkriegen spielen, die viele Protagonisten vereinen und in denen es meist um Liebe und ums Überleben geht.

In diesem Roman spielen Kay und Miranda die Hauptrolle. Kay ist Engländerin und wird als Gesellschafterin Mirandas eingestellt. Mirandas Vater ist ein reicher Unternehmer und tingelt mit den beiden Mädchen und seinem Gefolge durch Europa. Mal leben sie in Deutschland, mal in Frankreich. Die Mädchen freunden sich an und sind unzertrennlich. Eines Tages entlässt Mirandas Vater Kay, die daraufhin zurück nach England kehrt. 

Die beiden haben lange keinen Kontakt, aber ihre Lebensgeschichte wird parallel erzählt. Beide erleben den zweiten Weltkrieg. Die eine in England, die andere in Preußen. Sie treffen sich eines Tages wieder, leben aber mehr nebeneinander her. Dies ist einer meiner Kritikpunkte. War ich es doch gewöhnt von anderen Lennox Büchern, dass die Protagonisten immer wieder mit einander verbunden sind, so habe ich bei diesem Buch eher empfunden, dass diverse Geschichten nebeneinander erzählt werden, es aber zu keinem richtigen Ach! kam.

Trotzdem: Judith lennox hat einen schönen Schreibstil, den ich gerne lese. Ganz bestimmt werde ich demnächst einem anderen ihrer Bücher eine Chance geben!

Donnerstag, 2. April 2015

Buchthema April - Mai - Juni

Das neue Buchthema für die Monate April, Mai und Juni lautet: Lies eine Fortsetzung! 


Caro liest 

Bine liest