Sonntag, 17. Juli 2011

Empfehlung: Moon Called


Heute bei der 'lesenden Minderheit: ein Gastbeitrag von Ex {Laute(r) Lieblingsstücke}

Ich mag Edward Cullen. Und Jacob. Ehrlich. Die Biss Bücher las ich ungefähr so, wie andere sich im Fernsehen Soap Operas anschauen. Aber ganz ehrlich: ich bin 38 Jahre und Biss erinnerte mich immer an eine rosarote, sehr hübsche Geburtstagstorte, deren Zuckerguss einen Hauch zu dick ist und wenn man zu viel davon isst, wird’s einem übel.

Anfang 2010 hatte ich in der Zeit einen spannenden Artikel über Vampirromane gelesen, in dem die Autorin Patricia Briggs mit „Moon called“ erwähnt wurde. Ich kaufte es noch in England. Keine Zeit, Umzug nach Deutschland, noch weniger Zeit folgte und das Buch verschwand im Bücherregal und bekam einen staubigen Rücken.
Bis ich diese Woche mich ganz motzig hinsetze und sagte: so. Jetzt aber mal wieder!
Und versank.
Mercy Thompson ist eine ganz normale Frau. Sie ist um die 30, Single, besitzt eine Autowerkstatt, dessen Vorbesitzer ein Kobold ist, ihr Nachbar ist ein Alpha-Werwolf, ein Freund ist ein Vampir und sie hat die Fähigkeit sich in einen Kojoten zu verwandeln.
Aber wo die anderen Protagonistinnen von Vampirbüchern einen Mann an ihrer Seite brauchen, steht sie mit beiden Beinen im Leben und nimmt Probleme selbst in die Hand. Und davon gibt es genug.
Als an ihrer Werkstatttüre ein neu geschaffener Werwolf, Mac, auftritt, hat sie mit dem abgerissenen, hungrigen jungen Mann, Mitleid. Sie bietet ihm einen Job an und stellt ihn ihrem Nachbarn, Adam, dem Alphatier der regionalen Werwölfe, vor. Eigentlich eine gute Idee, aber dummerweise sind die Folgen für Adam fatal. Ein paar Stunden später findet sie Adam schwer verwundet in seinem Haus vor, seine Teenagertochter Jesse ist verschwunden, das Haus verwüstet.
Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Patricia Briggs kreiert eine Welt in der Werwölfe, Gestaltwandler, Kobolde, Hexen und Vampire zusammen leben. Die Spielregeln sind verändert, es gibt Machtkämpfe, Rivalitäten, Ängst und Hoffnungen.
Es ist eine Welt der angepassten Außenseiter, ein bisschen grau und wenig pink.

Aber vielleicht ist es gerade die Normalität, die den Reiz des Buches ausmacht.
Eins weiß ich: ich würde lieber mit Mercy Thompson befreundet sein als mit Bella Swan.
Ist nichts persönliches, Edward. Wirklich.

Die Besprechung bezieht sich auf die englische Ausgabe. Speziell zur deutschen Übersetzung kann ich nichts sagen.

Lieben Dank, Ex, für diese schöne Buchbesprechung!

Kommentare:

  1. Da werde ich doch mal auf die Suche nach der deutschen Übersetzten gehen. hört sich toll aus, ich mag solche Bücher!

    Danke für den Tipp :-)

    Gruß Sabine

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Die deutsche Übersetzung heisst "Ruf des Mondes". Ich habe das Buch vor zwei Jahren auf Sardinien verschlungen und war einen langen Abend nicht ansprechbar...
    genervt haben mich die unendlich vielen Rechtschreibfehler in der deutschen Übersetzung.
    Die Geschichte selbst fand ich jedoch super! Insgesamt sind mittlerweile glaub´ich 4 Bände erschienen...

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  4. Ich muss ganz kurz mal etwas loswerden: Euer Blog ist einfach wundervoll ♥ Macht unbedingt weiter so!

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  5. @ Booktherapie: Liiiiiieben DANK für das nette Kompliment!!!

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  6. Mich hätte das Cover ehrlich gesagt eher abgeschreckt.

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  7. oh mann, ich glaub, da bin ich zu alt zu!
    Da merkt man dass Sie noch ein paar (wenige, winzige) Jahre jünger sind, liebe Frau Ex!
    GGGLG
    Claudi

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