Dienstag, 18. Juni 2013

Empfehlung: Glückskind.

Hans ist kein Träumer, sondern voller Gedanken. Kein Einzelgänger, sonderner ist ängstlich. Kein Tollpatsch, sondern einfach nicht interessiert am Basteln und Werken. Kein Stubenhocker, sondern einer, der fürchtete, von Gleichaltrigen nicht angenommen zu werden. Niemand, der absichtlich den Kühlschrank offen stehen lässt, obwohl man es ihm schon hundertmal gesagt hat, sondern jemand, der sich nur das merken konnte, was man freundlich zu ihm sagte. ...
glückskind
Zu all diesen Erkenntnissen gelangt Hans erst im Alter. Als eigentlich alles schon zu spät ist. Als er seine Frau und seine Kinder bereits verloren hat, als er wie ein Landstreicher ungepflegt in einer Wohnung haust, als es nur noch ums Überleben geht und, als sich alles von heute auf morgen ändert. Der Grund, warum Hans zu diesen Erkenntnissen kommt ist ein kleines Mädchen, das Hans eines Tages in einer Mülltonne findet. Er nimmt sie an sich, kümmert sich um sie, bastelt aus einem alten Schnuller und einer ausgewaschenen Bierflasche ein Fläschchen, rasiert sich, wäscht sich, ändert sein Leben, findet Freunde.

Was für eine wunderschöne traurige Geschichte. Hans ist ein wunderbarer Mann! Man liest nicht nur über ihn, nein, man ist in ihm, während man liest, denn Hans denkt viel nach und lässt uns an jedem Gedanken teil haben. Glückskind ist eine Sozialreportage und ein Märchen in einem. Ich würde dieses Buch auf der Stelle am liebsten an alle Leseratten verschenken! Mein Fazit: Glückskind muss man einfach gelesen haben!

Liebe Grüße, Bine

     

Kommentare:

  1. Hallo Bine,
    danke für diesen Buchtip- gleich gekauft bei Amazon.
    Freu´mich schon, liebe Grüße
    Christine

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  2. Gelesen und auch für gut befunden :-) lg - Maya

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