Montag, 23. September 2013

Das leichte Leben.

Frieder lebt mit seiner Frau und Tochter in einer kleinen Vorstadt Münchens. Das vollfinanzierte Reihenhaus, mit nachbarschaftlicher Anbindung, großer Garageneinfahrt und Spielplatz gleich vor der Türe gibt den Anschein einer durch und durch in Watte gepackter Existenz.

Das einzige, was Frieder wirklich stört ist, dass seine Frau das Rauchen nicht lassen kann. Ansonsten scheint die Idylle perfekt.... doch eines Tages klingeln die Alarmglocken. Frieder ist in seinem Job unzufrieden, Daria (seine Frau) entnervt und auf der Suche nach einem Abenteuer, die Tochter gibt nur noch Wiederworte, will von Papa nicht mehr ins Bett gebracht werden, die einen Nachbarn nerven mit Heile-Welt-Gequatsche und ungesüßtem Tee, die anderen werden aufdringlich, Frieder macht Bekanntschaft mit einem Stricher-Jungen, ... es scheint alles aus dem Ruder zu laufen.

Während des Lesens sah ich dieses zusammenbrechende Idyll haarscharf vor meinem inneren Auge. Frank Schmitter beschreibt die Ereignisse so nüchtern und schonungslos, dass es einem Angst macht. Es gibt wenig Spannung in dem Buch, aber jede Zeile wollte gelesen und werden... mein Mann fragte mich immer wieder zwischendurch: und, ist jetzt was passiert? Und ich konnte nur antworten: ja, nein, doch... lass mich lesen! ;-)



Kommentare:

  1. Die Kurzbesprechung klingt interessant - aber abgeschreckt hat mich die Tatsache, daß es das nur als e-book gibt. Als Hörbuch beim Stallausmisten gern, ansonsten möchte ich gern etwas zum physischen Blättern in meiner Hand halten. Schade.

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  2. Klingt interessant, kommt auf meine Liste. Danke!
    Schönes Wochenende wünscht Smilla

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