Dienstag, 10. September 2013

Denn das Glück ist eine Reise

Letztes Jahr, im Sommer 2012, las ich das Buch Als das Leben überraschend zu Besuch kam von Caroline Vermalle und wollte danach auf der Stelle nach Frankreich. Anfang dieses Sommers stieß ich beim großen Online-Buchhändler zufällig auf einen weiteren Roman der Schriftstellerin und weil es diesen für kleines Geld gab, schlug ich sofort zu.

Es hat mich nicht ganz so sehr berührt, wie Vermalles Roman Als das Leben überraschend zu Besuch kam, aber dennoch gefiel es mir und ich würde es auf jeden Fall weiter verschenken.

Es geht um den 83-jährigen Georges, der sich zusammen mit seinem Nachbarn Charles einen Traum erfüllen will: einmal die Strecke der Tour de France nachfahren. Natürlich nicht mit dem Rad, sondern mit einem neuen Renault mit Navigationssystem. Akribisch haben sie diese Reise geplant und die Strecke ausgetüftelt. Charles Familie ist eingeweiht, aber Georges Tochter, die sich um ihren Vater kümmert und meint, dass er in seinem Alter auf keinen Fall Risiken eingehen dürfe, darf von der geplanten Reise nichts wissen. Als sich die Tochter für einige Wochen nach Peru verabschiedet und verspricht, sich nicht zu melden, soll der Traum in Erfüllung gehen.

Georges hat die Rechnung aber nicht mit seiner Enkelin Adèle gemacht, die derzeit in England ein Parktikum macht und von ihrer Mutter den Auftrag erhalten hat, sich regelmäßig bei ihrem Opa zu melden. Seit vielen Jahren haben die beiden keinen Kontakt mehr gehabt, nun erscheint sie auf der Bildfläche und droht die geplante Reise zu kippen. Charles hat die wunderbare Idee, eine Rufumleitung auf Georges Handy einzurichten, damit Adèle nichts merkt... das Abenteuer der beiden Herren kann beginnen.

Caroline Vermalle schreibt leicht und flüssig. Es ist weder ein teifgreifender Roman noch eine nostalgische Alt-Herren-Geschichte. Es ist ein schöner Schmöker, der einen auf eine kleine Reise mitnimmt und von dem Abenteuer der beiden Herren und von Adèles Leben in England erzählt. 

Mir hat die Geschichte gefallen, insbesondere das Ende kommt anders als man denkt...

1 Kommentar:

  1. Ich habe im vorigen Sommer "Denn das Glück ist eine Reise" gelesen und vor gut einem Monat "Als das Leben ..." als Hörbuch gehört. Und mir geht es wie Dir, daß ich vom ersten Buch begeisterter war als vom zweiten, auch wenn das bei uns gerade der andere Titel ist ;-)).
    Euer neues Motto gefällt mir gut. Ich bin nunmehr Fan von Krimis mit deutschem Lokalkolorit.

    LG, Petruschka

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