Montag, 24. November 2014

Buchempfehlung: Einfach unvergesslich

Ein trauriges und ernstes Buch, aber auch irgendwie tröstlich: 
"Einfach unvergesslich" von Rowan Coleman
Claire hätte nie gedacht, dass sie sich noch einmal verlieben würde. Schließlich ist sie schon über 40 und der Handwerker, der ihr Dach ausbauen soll, eindeutig jünger. Und doch passiert es. Sie und Greg heiraten und bekommen noch eine Tochter, denn Claire hat bereits Caitlin aus einer früheren Beziehung. Doch ihr Glück währt nicht lang, denn genau wie ihr Vater, trägt auch Claire das Alzheimer-Virus in sich. Und was sie früher noch als Vergesslichkeit abgetan hat, ist bald erschreckende Wirklichkeit: die tückische Krankheit zerstört nach und nach ihre Persönlichkeit.

Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Wie wäre es, wenn man selbst an dieser Krankheit leiden würde? Kann man wirklich die Namen seiner Kinder vergessen, die Gefühle für seinen Mann? Wie ist es, wenn man in einem Augenblick im völligen Nebel tappt und im nächsten wieder vollkommen klar ist? Und merkt, wie man mehr und mehr verschwindet? Sich draußen nicht mehr sicher fühlt und der größte Verbündete die 3jährige Tochter ist, da man ihr immer ähnlicher wird. Und was bedeutet diese Krankheit für die eigene Familie?

"Ich sehe, wie ihre Miene sich verändert. Vermutlich ist sie verwirrt und verängstigt, weil sie merkt, dass ich in einer ganz anderen Wirklichkeit lebe. Und genau das ist die Perfidie dieser Krankheit: Sie vergrößert die Kluft zwischen meiner Wirklichkeit und der meiner liebsten Mitmenschen. Jeden Tag versuche ich aufs Neue, die Kluft zu überbrücken, aber irgendwann werde ich es nicht mehr können, und sie werden es auch nicht können, und irgendwann werden sie es nicht einmal mehr versuchen, weil meine Wirklichkeit die falsche ist."

Kommentare:

  1. Dieses Buch liegt derzeit auf meinem Nachttisch. Auch ich bin sehr berührt und nachdenklich. Auf jeden Fall ist es absolut lesenswert.
    LG Janine

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  2. Oh je ... ich bekomme Gänsehaut.
    Seit ich das Buch "Wie ein einziger Tag" gelesen habe, ist Alzheimer meiner Horror-Vision für die Zukunft ...

    Danke für die Buchempfehlung!

    Viele Grüße,
    Denise

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  3. Das will ich auch noch lesen....
    Ich hatte es gerade heute wieder in der Hand.
    Der Gedanke zu vergessen erschreckt.
    Gegenmittel gibt es ja noch nicht.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Das interessiert mich, habe mir das Buch auf jeden Fall auf meine Merkliste geschrieben. Ich habe eben ein Buch aus meiner Region gelesen, das mich tief berührt hat, und gleichzeitig aber so hoffnungsvoll ist. Es ist ein Schweizer Buch mit dem Titel: Chasch dänke, von Christoph Schwyzer! Vielleicht wäre das ja auch was für dich.
    herzlichst
    karin

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  5. Dieses Buch habe ich mir heute gekauft. Da ich berufsbedingt mit diesem Lebensabschnitt zu tun habe interessiert mich dieses Buch sehr. Danke für deine Empfehlung.
    Sylvia

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  6. Dieses Buch hat es wirklich in sich,
    Log Sylvia

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