Donnerstag, 30. April 2015

Gute Geister.

Wir schreiben das Jahr 1962 in Jackson, Mississippi. Eine Zeit, in der schwarze Dienstmädchen bei weißen Familien arbeiten, sich um deren Kinder kümmern, die Wäsche waschen, kochen, putzen, ein eigenes Toilettenhäuschen im Hinterhof haben und kühle Getränke zum Bridge servieren.





Eines dieser Dienstmädchen ist die 52-jährige Aibeleen. Mit ihr startet der Leser in die Geschichte. Sie arbeitet bei den Leefolts und kümmert sich da um die kleine Mae Mobley, für die Miss Leefolt wirklich keine Zeit hat. Sie muss sich schliesslich um neue Gardinen, Mode und ihre Freundinnen kümmern. Aibeleens beste Freundin und Kollegin ist Minni. Sie hat ein ziemlich loses Mundwerk, wird gefeuert und arbeitet fortan bei der etwas durchgeknallten Celia. Die beiden Dienstmädchen tauschen sich über ihre Arbeitgeber aus, treffen sich sonntags in der Kirche und unterstützen sich seelisch und moralisch durch den Alltag.

Auf der anderen Seite steht Eugenia Phelan, genannt Skeeter, weil sie so groß und schlaksig ist. Skeeter verkehrt in der Welt der weißen Damen, trifft sich mit ihnen zum Kartenspielen, unterstützt den Wohltätigkeitsball. Ihrer Mama ist nur daran gelegen, dass sie endlich einen Mann findet, was nicht so einfach ist, denn Skeeter ist nicht besonders attraktiv. Dafür ist sie schlau! Skeeter will unabhängig sein, sie will schreiben. Sie sieht die schwarzen Dienstmädchen mit anderen Augen, als ihre Freundinnen. Sie sieht die Ungerechtigkeiten, die sie erfahren müssen und sie möchte dies publik machen. 

Zusammen mit Aibeleen heckt sie einen Plan aus: Skeeter möchte ein Buch mit Interviews von Dienstmädchen in Jackson schreiben. Es beginnt ein nervenaufreibendes Spiel, denn Skeeter und die Dienstmädchen befinden sich in höchster Gefahr. 

Ob ihr Plan aufgeht, ob sie genügend Dienstmädchen finden, die den Mumm haben, die Wahrheit zu Papier zu bringen ... das wird nicht verraten.

Nur so viel: dieser Roman ist einfach wundervoll! Kathryn Stockett beschreibt mit einfachen Sätzen und ohne erhobenen Zeigefinger, eindringlich, tragisch und humorvoll zugleich die Rassenschranken der 60er Jahre. Absolute Leseempfehlung!





Kommentare:

  1. Danke für die Empfehlung!
    Ich habe die Verfilmung (Originaltitel "The Help") vor ein paar Jahren im Kino gesehen und fand die Geschichte auch großartig.

    Viele Grüße,
    Henriette

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  2. Das Buch ist ganz toll, ich habe es schon vor ein paar Jahren gelesen. Und der Film gefiel mir auch!
    Grüßle
    Ursel

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  3. huhu,

    ich habe deinen Blog doch tatsächlich gerade erst entdeckt?! :D Bin natürlich gleich mal Leserin geworden!
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischauen würdest:
    Http://lovinbooks4ever.blogspot.de

    Vielleicht gefällt es dir ja sogar bei mir?! :0)

    Wünsche dir noch einen tollen Tag

    Liebste Grüße

    Sonja

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  4. in einem rutsch durchgelesen - hervorragend!
    lg anja

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  5. ein großartiges Buch, habe ich vor einiger Zeit auch verschlungen!

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