Mittwoch, 1. Juni 2016

"Über uns der Himmel, unter uns das Meer" von Jojo Moyes

"Über uns der Himmel, unter uns das Meer" von Jojo Moyes - ein toller Roman über australische Kriegsbräute auf ihrem Weg nach England:
Margaret ist aufgeregt, sehr sogar. Endlich, nach so langer Zeit soll sie ihren Mann Joe wiedersehen, einen britischen Soldaten, den sie während seines Kriegseinsatzes in der Nähe Australiens kennengelernt und geheiratet hat. Wie ihr ging es vielen australischen Mädchen: sie alle haben während des 2. Weltkrieges britische Soldaten geheiratet, sind aber selbst in Australien geblieben. Und so organisierte die britische Armee in den ersten Wochen des lang herbeigesehnten Friedens Schiffstransporte für die sog. "Mauerblümchen-Frauen", um sie zu ihren Männern nach England zu bringen. Zu Männern, die sie teilweise nur eine Woch vor der Hochzeit kannten und teilweise länger als 1 Jahr nicht gesehen hatten. Wie wird das Wiedersehen sein? Werden sie sich überhaupt verstehen? Was erwartet die Frauen im vom Krieg zerbombten Europa? Und auch wenn sie die gleiche Sprache sprechen, können sie sich trotz ihrer verschiedenen Hintergründe zusammenraufen? 
 
All diese Fragen schwirren auch Margaret im Kopf herum, als sie das große Schiff zusammen mit 600 anderen Kriegsbräuten betritt. Eigentlich hatte sie gehofft, auf einem Passagierschiff ihre Reise anzutreten, jedoch gab es keine mehr und so findet sie sich auf einem umgebauten Flugzeugträger wieder, der auch mehrere hundert Soldaten befördert. Zusammen mit ihren Kabinengenossinen Avice, Jean und Frances versucht sie, ihre ganzen Gefühle, Erwartungen und Hoffnungen, Ängste und Sorgen auf ihrer langen Reise unter Kontrolle zu bekommen.

Ich fand das Buch trotz seiner knapp über 500 Seiten fast zu kurz. Gerne hätte ich noch mehr Details über diesen Abschnitt Zeitgeschichte erfahren und auch die anderen, teilweise nur kurz angerissenen Geschichten der mitreisenden Soldaten, des Kapitäns oder der anderen Frauen erzählt bekommen, va weil Jojo Moyes Schreibstil einen Seite um Seite weglesen lässt, ohne das man wahrnimmt, wie die Zeit um einen herum vergeht.

"Die Frauen passten nicht hierher. Sie waren zu bunt, ihre Haare zu lang, und überall flatterten Schals. Sein Schiff war eine geordnete Welt in Grautönen und Weiß gewesen. Allein die Farben brachten alles aus dem Gleichgewicht - so als hätte jemand eine Schar exotischer Vögel freigelassen, die jetzt kreischend Chaos produzierten. Ein paar der Frauen trugen sogar hohe Absätze, zum Teufel nochmal."

Kommentare:

  1. Hallo Caro,

    ich habe das Buch auch schon gelesen und genau wie du hätte ich auch gerne noch mehr erfahren :-)
    Ein tolles Buch, ich konnte es fast nicht aus den Händen legen ... absolute Leseempfehlung.
    Teilweise hatte ich das Gefühl, ich selber fahre auf dem Flugzeugträger ... :-)

    Liebe Grüße von Silvia

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  2. Hallo Caro,
    über Heidi bin ich gerde zu Eurer Seite hier gekommen.
    Danke für den Lese-Tipp, ich habe das Buch sofort eingekauft.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Bärbel ☼

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